Körperwahrnehmung bei Kindern – Übungen & Tipps

Körperwahrnehmung bei Kindern

Körperwahrnehmung bei Kindern ist eine zentrale Grundlage für eine gesunde körperliche, emotionale und soziale Entwicklung. Kinder, die ihren Körper bewusst spüren, können Gefühle besser einordnen und eigene Grenzen wahrnehmen.

Kinder lernen vor allem über Bewegung, Sinneseindrücke und spielerisches Erleben. Übungen zur Körperwahrnehmung helfen ihnen dabei, sich selbst besser kennenzulernen: Wie fühlt sich mein Atem an? Wann bin ich müde? Was braucht mein Körper gerade?

Für Erzieher:innen lassen sich solche Übungen leicht in den Kita-Alltag integrieren. Zum Beispiel im Morgenkreis, nach intensiven Bewegungsspielen oder als kurze Ruhepause zwischendurch. Auch Eltern können die Körperwahrnehmung bei Kindern zuhause spielerisch fördern.

Warum ist Körperwahrnehmung bei Kindern wichtig?

Eine gut entwickelte Körperwahrnehmung unterstützt Kinder in vielen Bereichen:

  • Förderung von Konzentration und Aufmerksamkeit
  • Unterstützung bei der Emotionsregulation
  • Stärkung von Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit
  • Grundlage für eine gesunde motorische Entwicklung

Gerade im hektischen Alltag bietet bewusste Körperwahrnehmung Kindern Orientierung, Sicherheit und innere Stabilität.

5-Minuten-Übung zur Körperwahrnehmung für Kinder in der Natur oder zuhause

Diese einfache Übung eignet sich für den Kindergarten, die Schule oder für zuhause.

Vorbereitung

Sucht gemeinsam mit den Kindern einen ruhigen Platz im Grünen – auf einer Wiese, unter einem Baum oder auf der Terrasse. Alternativ funktioniert die Übung auch drinnen auf einer Kinderyoga-Matte. Die TOCKI Kinderyogamatten können durch ihr buntes, kindgerechtes Design zusätzlich motivieren.

1. Den Körper spüren

Die Kinder setzen oder legen sich bequem hin. Sie spüren, wie ihr Körper den Boden berührt: Rücken, Beine, Füße.

  • „Wo berührt dich der Boden?“
  • „Fühlt es sich eher weich oder fest an?“

2. Den Atem wahrnehmen

Nun lenken die Kinder ihre Aufmerksamkeit auf den Atem. Sie beobachten, wie sich der Bauch hebt und senkt.

Optional kann ein Kuscheltier oder ein Naturmaterial (z. B. ein Blatt oder kleiner Stein) auf den Bauch gelegt werden, um die Atembewegung sichtbar zu machen. Wichtig ist: nichts verändern, nur wahrnehmen.

3. Sinneseindrücke entdecken

Die Kinder hören bewusst auf Geräusche wie Wind, Vögel oder Stimmen in der Ferne. Auch Gerüche oder die Wärme der Sonne dürfen wahrgenommen werden.

4. Kurzer Austausch

Wer möchte, erzählt, was er oder sie gespürt hat. So wird Körperwahrnehmung bei Kindern zu einem gemeinsamen Erlebnis.

Körperwahrnehmung bei Kindern spielerisch fördern – 2 einfache Beispiele

1. Tier-Yoga

Kinder bewegen sich wie Tiere (Katze, Hund, Schmetterling) und spüren anschließend nach:

  • Welche Muskeln arbeiten?
  • Wie fühlt sich der Körper danach an?
  • Welche Körperteile habe ich bewegt?

Ideal in Kombination mit den TOCKI Kinderyogakarten.

2. Körper-Check-In im Morgenkreis

Kurze Fragen an die Gruppe:

  • „Sind deine Füße heute müde oder wach?“
  • „Braucht dein Körper gerade Bewegung oder Ruhe?“

Ergänzend können einzelne Körperteile durch sanftes Reiben oder Streichen „geweckt“ werden. Danach spüren die Kinder nach, wie sich ihr Körper anfühlt.

FAQ: Körperwahrnehmung bei Kindern

Ab welchem Alter ist Körperwahrnehmung sinnvoll?
Bereits ab etwa 3 Jahren können Kinder einfache Wahrnehmungsübungen spielerisch umsetzen.

Wie lange sollten Kinder diese Übungen machen?
Schon 3–5 Minuten reichen aus. Regelmäßigkeit ist wichtiger als Dauer.

Eignet sich das auch für unruhige Kinder?
Ja. Gerade bewegungsfreudige Kinder profitieren von kurzen, klar angeleiteten Wahrnehmungsübungen.

Körperwahrnehmung bei Kindern leicht in den Alltag integrieren

Körperwahrnehmung bei Kindern braucht kein aufwendiges Konzept. Kleine, regelmäßige Impulse reichen aus, um Kindern zu helfen, sich selbst besser zu spüren, zur Ruhe zu kommen und gestärkt durch den Alltag zu gehen – im Kindergarten wie auch zuhause.

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