Kinderyogaübungen – Die Lieblingspositionen der Kinder

Kinderyogaübungen

Kinderyogaübungen – Spiel, Fantasie und Bewegung für Kinder

Kinderyogaübungen sind für Kinder viel mehr als nur Bewegung. Sie sind kleine Abenteuer: Spiel, Fantasie, Geschichten, Körpererfahrung und Ruhe in einem. Kinder dürfen dabei laut oder leise sein, lachen, wackeln, springen – ganz ohne Leistungsdruck und ohne Perfektion.

In meinen Kinderyogakursen ist es manchmal richtig wuselig. Wir drehen alle ein wenig auf, es geht richtig rund und es wird laut und das ist wunderbar! Und dann gibt es diese ganz leisen Momente: Kinder halten inne, schließen die Augen, atmen tief ein und aus. Sie genießen die Ruhe und schauen auch was im Körper passiert, Herzklopfen, Atmung geht schneller...und das dürfen und sollen sie auch benennen.

Viele Eltern glauben gar nicht, dass gerade ihr Kind Atemübungen oder Entspannungs-Geschichten liebt. Die Kinder selbst sagen meist nur: „Es macht Spaß und es ist witzig. Ich lerne viel, meine Fantasie kann ich ausleben und ich kann sein, wie ich bin.“

Kinderyogaübungen helfen Kindern, spielerisch bei sich anzukommen. Sie können Körperwahrnehmung, Konzentration und emotionale Balance fördern oder einfach nur Freude machen. 

Die beliebtesten Kinderyogaübungen – mit Fantasie spielen

1. Der Schmetterling – Flattern & ankommen

Kinder setzen sich, die Fußsohlen berühren sich, die Knie flattern wie kleine Schmetterlingsflügel.

Spielerische Idee:

  • Arme wie Flügel mitschwingen
  • Durch den Raum flattern
  • Sich auf eine „Blume“ setzen und daran schnuppern und zurück in den sitzenden Schmetterling

So wird aus der Übung eine kleine Yoga-Geschichte: Der Schmetterling fliegt durch die Sonne, landet auf der Blume und atmet tief ein und aus. Bewegung, Ruhe und Atemübung in einem.

2. Katze, Hund & Maus – Energie loswerden

Die Kinder kommen in den Vierfüßlerstand. Die Katze wird vom Hund geärgert, faucht und läuft davon. Und vielleicht gibt es auch eine Maus: Sie macht sich ganz klein und versteckt sich in ihrem Mäuseloch, bis wieder Ruhe einkehrt.

Spielerische Erweiterung:

  • Abwechselnd in die Kinderyogaübungen Hund, Katze und Maus
  • Fauchen, Miauen und Bewegung kombinieren
  • Die Atmung ganz natürlich mit einbauen

So lernen Kinder Energie loszuwerden, den ganzen Körper einzusetzen und spielerisch in Bewegung zu kommen – ohne Druck, ohne richtig oder falsch. Bewegung ist gerade im Vorschul- und Kita-Alter wichtig für die Entwicklung des Körpers und der motorischen Fähigkeiten; Kinder sollten früh die Freude an Bewegung behalten und spielerisch lernen. Mehr dazu auf der Seite der Kinderärzte im Netz: Kinder brauchen Bewegung.

3. Der Baum & der Stuhl – Balance & Abenteuer

Die Kinder stehen auf einem Bein, die Arme wachsen wie Äste nach oben.

Spielerische Idee:

  • Der Baum wackelt im Wind
  • Regen, Sturm und Blitz werden nachgespielt
  • Umfallen ist erwünscht, denn das macht besonders viel Spaß

Viele Kinder wackeln. Um den Druck rauszunehmen, kommt für alle der Sturm.
Die Äste biegen sich, der Wind weht und trotzdem bleibt der Baum fest verwurzelt.

Kinder dürfen eigene Ideen einbringen: „Der Baum wackelt, der Blitz kommt, die Katze rennt weg, der Hund springt hinterher…“ So entstehen immer wieder neue Kinderyogaübungen und Geschichten.

4. Gedankenboote – Entspannung mit Fantasie

Erst wird gebastelt, dann entspannt. Bastelt kleine Papierschiffe (siehe Link: wie früher!), malt sie bunt an und schreibt eure Namen darauf. Jeder bekommt eins!

Dann legt ihr euch hin und legt das Boot auf den Bauch. Stellt euch vor, das Boot fährt einen Fluss entlang.

Jedes Mal, wenn ein doofer Gedanke kommt oder etwas, das ihr loslassen möchtet, steigt dieser Gedanke ins Boot – und das Boot fährt weiter und nimmt ihn mit und fährt davon. Tschüss doofe Gedanken und Gefühle!

Kinderyogaübungen im Alltag – Tipps für Eltern & Erzieher:innen

  • Kurz & spielerisch: 5–10 Minuten reichen völlig aus
  • Morgenkreis oder Nachmittagsruhe: kleine Yoga-Geschichten einbauen
  • Freiheit für Kinder: eigene Ideen ausdrücklich erlauben
  • Visuelle Impulse: Kinderyogakarten, Kinderyogamatten oder kleine Requisiten nutzen
  • Nach der Kita oder Schule
  • Vor dem Schlafengehen

Kinderyogaübungen lassen sich leicht in den Alltag integrieren.

Praxis-Tipps 

Wenn du noch mehr Inspiration suchst, findest du in unserem Blog weitere Ideen zu kurzen Routinen, Yoga-Geschichten und Entspannungsübungen für Kinder: Hier geht’s zu unseren Blogbeiträgen.

FAQ zu Kinderyogaübungen

Ab welchem Alter sind Kinderyogaübungen geeignet?
Kinderyogaübungen eignen sich bereits ab etwa 3 Jahren, wenn sie kurz, spielerisch und ohne Leistungsdruck durchgeführt werden.

Wie lange sollten Kinder Yoga machen?
5–10 Minuten pro Einheit reichen völlig aus. Mehr ist möglich, wenn das Kind Lust hat. Es sollte aber nie erzwungen werden.

Warum machen Kinderyogaübungen Sinn?
Kinderyogaübungen fördern Körperwahrnehmung, Konzentration, emotionale Balance und vor allem Freude an Bewegung, ganz ohne Druck.

Fazit: Kinderyogaübungen als kleine Anker im Alltag

Kinderyogaübungen müssen nicht perfekt sein. Sie dürfen leise oder wild, kurz oder verspielt sein. Wichtig ist der Moment, in dem Kinder sich selbst spüren, zur Ruhe kommen und Freude an Bewegung erleben – genau so, wie sie sind.

Wenn du Kinderyogaübungen suchst, die alltagstauglich sind und Kinder wirklich abholen, schau dir gern unsere Kinderyogakarten an. Sie sind aus der Praxis entstanden und genau dafür gemacht! Und mit unseren Kinderyogamatten, sind die Kinder richtig motivert!

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